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Ortsverein Kempen > Publiziert von Hans Palm
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Vorläufige Entwarnung!

WDR 5 berichtete am 11.1.2012 in der Sendung „Westblick“, dass der 2. Atomreaktor im im Niederländischen Borssele, in der Nähe der Ferienregion Zeeland (Renesse, Vlissingen, Middelburg etc) wahrscheinlich nicht gebaut wird.

Die aktuelle Gefahr geht jetzt, wie auch schon vorher von dem ca. über 40 Jahre alten Schrottreaktor Borssele I aus.

Der sollte bereits 2004 stillgelegt und zurückgebaut werden.
Kurz vorher verlängerte jedoch die damalige Regierung die Laufzeit bis 2034 !!!

Bei einem Gau des Schrottreaktors dauert es maximal 6 Stunden, bis uns die freigesetzte Radioaktivität aufgrund der vorherrschenden Windverhältnisse erreicht.

Der Bau von Borssele II ist  jedoch wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen wohl in frage gestellt:

So will der in Zeeland /NL angesiedelte Energieversorger „Delta“ www.delta.nl anstatt der ursprünglichen 60 Millionen Euro nur 10 Millionen investieren.

Die Suche nach finanzstarken Partnern gestaltet sich äußerst schwierig.

Wegen der schlechten Vorbereitung musste Delta-Vorstandsboss Peter Boerma zum 31.12.2011 seinen Hut nehmen

Aufsichtsrat Daan van Doorn gibt zu:
„Dieses Projekt ist für „Delta“ eine Nummer zu groß.“

Es werden finanzstarke Partner gesucht.

Doch nach Fukushima und mitten in der Finanzkrise stößt das Projekt überall in Europa auf Zurückhaltung.

So hat sich der Französische Energieversorger „EDF“ www.france.edf.com ( 58 AKW's) bereits zurückgezogen.
Auch „RWE“, www.rwe.com , das mit 30 % an Borssele I beteiligt ist, zeigt wenig Interesse an den Ausbauplänen.

Und vom Staat wird es laut Wirtschaftsminister Verhagen auch keine Zuschüsse geben,

Erst kürzlich hat die überschaubare Anzahl der Atomkraftgegner in NL prominente Unterstützung aus der Wissenschaft bekommen.

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich 69 Uni-Professoren gegen den Bau eines
2. Meilers.

Sprecher der Initiative ist der Energieexperte Jan Rotmans von der Erasmus Universität Rotterdam:
„Das Projekt ist unnötig, zu teuer und wirtschaftlich nicht rentabel.

Wir haben in den vergangenen Jahren in den Niederlanden viel investiert in Gasgewinnung, Kohlekraftwerke und Erneuerbare Energien, wenn auch viel zu wenig.

Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir in absehbarer Zeit einen enormen Überschuss an Energie produzieren.

Borssele II wird wohl nie realisiert werden.“

Deshalb ist es jetzt sinnvoll, gegen die Laufzeitverlängerung und die schnelle Stilllegung von Borssele I Unterschriften zu sammeln.

Denn von dem über 40 Jahre alten Schrottreaktor geht jetzt - wie auch schon vorher - die eigentliche Gefahr aus.


Hinweis:
Der komplette Beitrag vom 11.1.2012 kann als podcast bei www.wdr.de/radio/home/podcasts/wdr5_podcast.phtml
nach gehört werden.

Einspruch gegen das Atomkraftwerk
Borssele II bei Vlissingen

In der Nähe des bekannten Badeortes Vlissingen an der niederländischen Küste soll ein neues Atomkraftwerk gebaut werden. Bei einem Unfall wäre bei Westwind der radioaktive Fallout in wenigen Stunden da. Die Grünen bieten ein Muster für einen Einspruch an.
Einspruch
Bei Westwind ist der radiaktive Fallout in 2,5 Stunden da:
Das AKW Borssele I - Foto Taco Witte - Wikipedia Commons

Was geht ab in der Energiepolitik?

In Deutschland ist der Atomausstieg nun zwar parteiübergreifend beschlossen, aber der zweite Teil der Energiewende stockt infolge der katastrophalen Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung, die den Photovoltaikausbau faktisch beenden will und eine zielgerichtete Energieeffizienzpolitik auf europäischer Ebene aktiv verhindert - um nur zwei Beispiele zu nennen.
 
Auch auf EU-Ebene sieht es insgesamt leider auch nicht besser aus:
In seinem Energiefahrplan 2050 EU-Energiekommissar Oettinger rechnet die Potentiale für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz klein und will neben Kohle-CCS auch bis 40 neue Atomkraftwerke in Europa.
 
Eines dieser geplanten Neubauprojekte ist Borssele 2 bei Vlissingen auf Zuid-Beveland in der niederländischen Provinz Zeeland.
Dort wird direkt an der Küste, keine 200 Kilometer von NRW entfernt unter Beteiligung von RWE neben dem seit 1973 in Betrieb befindlichen, einzigen niederländischen Atomkraftwerke Borssele 1 eine zweite Anlage geplant.

Einspruch gegen das AKW Borssele bis 12. Januar 2012

Derzeit läuft bis zum 12. Januar 2012 die Einwendungsfrist gegen die AKW-Neubaupläne bei der niederländischen Regierung.
Nach den europäischen Verträgen können auch BürgerInnen der Nachbarstaaten Einwendungen gegen ein solches Projekt machen.
Anbei findet sich eine Mustereinwendung, die selbstverständlich in jeder Weise verändert und z. B. um persönliche Aspekte ergänzt werden kann.
Die Einwendung kann in deutscher Sprache gemacht werden, muss (!) aber per Briefpost an die genannte Adresse in den Niederlangen geschickt werden (eMail und Fax sind nicht zulässig).
 
Zeeland ist eine Region, in der sehr viele Deutsche Urlaub machen und in der der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor ist.
Wer in Zeeland schon mal Urlaub gemacht hat und/oder überlegt das in Zukunft zu tun, sollte in der Einwendung durchaus darlegen, welcher Imageschaden die Planung eines neuen Atomkraftwerks für die Region bedeutet.
 
Vielleicht nutzt der eine oder die andere die etwas ruhigeren Festtage und investiert eine Briefmarke und einen Gang zum nächsten Postkasten für die Möglichkeit zur Einwendung gegen die Planungen für Borssele 2 im Sinne eines europaweiten Atomausstiegs.

Die Rheinische Post hat am 27.12. eine Lagekarte zum Thema veröffentlicht.
 Einspruch1
Oben: Karte aus der RP vom 27.12.2011

Atomkraft in der Nachbarschaft:
Den vollständigen Artikel in der RP vom 27.11.2011 finden Sie hier:

Weitere Informationen unter: 
www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse111202.php
 
www.atomausstieg-selber-machen.de/atomkonzerne/rwe/atomkraftwerke.html
 
www.strahlendzeeland.de
 
http://www.contratom.de/2011/12/05/einspruche-gegen-neues-akw-in-holland-moglich/

Öffentliche Bekanntmachung
Hier finden Sie die Öffentliche Bekanntmachung für das AKW Borssele in deutscher Sprache
 -------------------------------------------------------------------------

 

 

Muster für einen Einspruch

Name, Adresse

 

 

Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL - 2250 AE Voorschoten

(Datum)

 

Geplanter Bau eines neuen Atomkraftwerkes in Borssele
Einspruch

 Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit erhebe ich Einspruch gegen den beantragten Bau des 2. Atomkraftwerks in Borssele.

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich in einem parteiübergreifenden Konsens entschieden, aus der Atomkraft auszusteigen.
Auch Belgien und Schweiz werden die Nutzung der Atomkraft beenden.
Andere Staaten wie Italien wollen gar nicht in die Nutzung der Atomkraft einsteigen oder haben zumindest keine Ausbaupläne.
Atomkraftwerke haben keine Zukunft.

Ich erwarte daher auch von den Niederlanden, Atomkraftwerke abzuschalten und erst recht keine neuen Atomkraftwerke zu bauen.
Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass die Atomkraft eine nicht verantwortbare Technologie ist.
Hinzu kommt die weltweit nach wie vor ungelöste Endlagerfrage.
Wir hinterlassen in einer historisch betrachtet sehr kurzen Phase der Atomkraftnutzung unseren Nachkommen für tausende Generationen hochradioaktiven Müll mit all seinen Problemen und Risiken.

Die Ressourcen an spaltbarem Material sind genau so begrenzt wie die Vorräte an Öl und Gas, und verstärken aufgrund ihrer Vorkommen die Importabhängigkeit
Europas. Atomkraft ist auch in dieser Hinsicht kein Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung.

Hinzu kommt, dass - wie die aktuellen Erfahrungen aus Finnland bestätigen – der Neubau von Atomkraftwerken nicht wirtschaftlich ist und am Ende nur durch erhebliche staatliche Subventionen möglich ist.

Zur Begründung im Einzelnen:

1.   Meine Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit, Leben und Eigentum sind durch die
                  Pläne zum Bau des AKW Borssele 2 gefährdet. Umweltverträglichkeit und
                 Genehmigungsfähigkeit sind nicht gegeben.
      Atomenergie ist, ausweislich der endlosen Pannenserien von Three Mile Island über
     Forsmark, Tricastin, Stade, Krümmel und viele anderen bis hin zu den Katastrophen von
     Tschernobyl und Fukushima, unbeherrschbar und nicht mit dem durch den EU-Vertrag
     und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantierten Schutz der
     Bevölkerung vereinbar.

2.  Da ich mit meiner Familie im Kreis Viersen lebe  und damit keine 200 Kilometer von
     Borssele entfernt wohne, können radioaktive Stoffe von Borssele über den Luftweg bis
     hin zu unserem Wohnsitz gelangen, sowie in unsere Atemluft und in die Nahrung.

3.  Ich befürchte Verseuchung und Verstrahlung durch Leckagen, Störfälle und Erdbeben,
     wie sie auch in anderen AKW weltweit eingetreten sind.
     Das AKW Borssele 2 würde eine zusätzliche Produktion und Lagerung von Atommüll
     verursachen und noch mehr Uran- und Atommülltransporte erfordern.
     Das Risiko von Transportunfällen und Flugzeugabstürzen nimmt zu, zumal Borssele in
     einem dicht genutzten Flugkorridor liegt; der radioaktive Fallout würde gerade
     angesichts der vorwiegenden Westwindlagen auch meinen Heimatort im Kreis Viersen
     erreichen.

4.  Der Standort von Borssele 2 direkt an der Küste auf Höhe des Meeresspiel ist
     hochrisikoreich wie die Katastrophe von Fukushima vor Augen führt.
     Wahrscheinlich weniger ein Tsunami, dafür aber die Gefahr schwerer Sturmfluten, wie
     es sie an der Nordseeküste immer wieder gegeben hat, bedrohen die Sicherheit eines
      Atomkraftwerks.
     Mit einem durch den Klimawandel ansteigenden Meeresspiegel und
     zunehmendem Extremwetterlagen erhöht sich diese Gefahr noch weiter.
     Dass technische Sicherheitsvorrichtungen selbst in einer hochentwickelten
     Industrienation wie Japan am Ende immer begrenzt sind, zeigt Fukushima.

5.    Radioaktivität (Strahlung/Partikel) und z. B. tritiumhaltige Abwässer aus Borssele
      gefährden in der Nähe der Anlage und weiter entfernt Mensch und Natur.
      Bereits im sogenannten Normalbetrieb des AKW Borssele 2 würde Radioaktivität frei.
      In Deutschland dokumentierte 2007 eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz
      vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe.
      Die Ergebnisse der Studie müssen im Zusammenhang mit dem geplanten AKW
      Borssele 2 berücksichtigt werden.

6.  Bau und Betrieb des AKW Borssele 2 würden den lebensfeindlichen Uranabbau
     vermehren, und die Abhängigkeit der Niederlande von Uran-Importen erhöhen.

7.  Eine militärische Nutzung von Atombrennstoff und Atommüll der Reaktoren in Borssele
     kann grundsätzlich ebenso wenig ausgeschlossen werden wie Atomspionage.
     Das Risiko von Anschlägen sowie dem Diebstahl von radioaktivem Material durch
     Extremisten nimmt zu.

8.   Es wird kein Endlager geben, in dem der Atommüll, der im Reaktor Borssele 2 anfallen
      würde, wirklich sicher gelagert werden kann.
      Die negativen Erfahrungen der deutschen Endlagerprojekte Asse und Gorleben sind im
      Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen.
      Auch in den Niederlanden ist mir kein sicheres Endlager für Atommüll bekannt.

9.  Die niederländische Provinz Zeeland ist eine stark von Tourismus geprägte Region.
     Auch ich habe dort bereits Urlaub gemacht.
     Für mich ist fraglich, ob ich Zeeland auch in Zukunft noch einmal als Urlaubsziel wähle,
     wenn die AKW-Neubaupläne tatsächlich realisiert werden.
Ich behalte mir vor, diesen Einspruch näher zu erläutern und zu ergänzen und beantrage kostenlos und laufend persönlich über den Stand des Verfahrens informiert zu werden.

In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleibe ich

  
(Unterschrift)

 

 

Achtung:
Obiges Muster kopieren und mit eigener Adresse und möglichen Ergänzungen an obige Adresse schicken.
Bitte unbedingt per Briefpost an die genannte Adresse in den Niederlanden schicken (eMail und Fax sind nicht zulässig).

Laut Auskunft der Kreisverwaltung Viersen existiert für den Kreis Viersen  ein sog. "Gefahrenabwehrplan", der jedoch unter Verschluss gehalten, also nicht veröffentlicht wird, obwohl er vor einiger Zeit in Teilen lt EU-Verordnung öffentlich ausgelegen hat.

Im Kreis Viersen seien jedoch Gerätschaften und Pläne zur Dekontamination bei  = Atom-, Biologischen- und Chemischen Unfällen (A, B und C) vorhanden.


Bei Reaktorunglück: Grüne und SPD warnen vor Westwind, RP vom 01.07.2011
Einspruch2
In Verbindung stehende Artikel:
Energie - 20.01.09

 

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