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Ortsverein Kempen >Baststrasse
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Absender dieses Schreibens:

 

 

Hans Palm
NABU-Bezirksverband Krefeld/Kreis Viersen
Dr.Baststr.4
Leiter der Nabu-Ortsgruppe Kempen
Erfurter Str. 9
47906 Kempen

Tel. 02152 - 4740

 


Stadt Kempen
Amt für Bauordnung und Stadtplanung
Buttermarkt 1
47906 Kempen

NABU
Seit über 100 Jahren
für Mensch und Natur

 


__________________________________________________________________    21.März 2008

2. Stellungnahme des NABU – Naturschutzbund Deutschland,
Bezirksverband Krefeld/Kreis Viersen e.V. , Ortsgruppe Kempen zur vorgesehenen Umwandlung der Wald fläche am Ende der Dr. -Bast-Straße in Bauland.
Bebauungsplan Nr. 139, „Wohnbebauung nördlich Dr.-Bast-Straße“  –
2. Bürgerbeteiligung gem. § 4 Abs. 2 BauGB.

Sehr geehrte Damen und Herren,
der NABU lehnt nach wie vor die beabsichtigte Umwandlung der Waldfläche in Bauland ab  und nimmt nochmals dazu wie folgt Stellung:
Die Fläche ist sowohl im Flächennutzungsplan als auch im seinerzeit aufgestellten Bebauungsplan 110 als „Private Grünfläche“ und „Wald“ ausgewiesen - für die Allgemeinheit nicht zugänglich und aufgrund ihrer besonderen ökologischen Bedeutung besonders geschützt -.
Hier wird also zusätzlich ausdrücklich auf die „Ökologische Bedeutung“ hingewiesen.

  • Diese Festsetzung wird ergänzt durch eine Festsetzung nach § 9 Abs. 1 Nr. 25 Baugesetzbuch
    >Umgrenzung von Flächen mit Bindung für Bepflanzungen und für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen <..
    Das heißt, sie ist abgeschlossen und grundsätzlich nicht zugänglich.
    An der Gültigkeit dieser Aussage hat sich auch nach ca. 11 Jahren    n i c h t s   geändert.
  • Nicht nur nach Auffassung des NABU machen sich auch Verwaltung und Rat der Stadt Kempen unglaubwürdig, wenn er zunächst wg. der ökolgischen Bedeutung die Schutzwürdigkeit des Gebietes beschließt und dann die Angelegenheit mit einem Federstrich rückgängig macht.
  • Obwohl sich in der Waldfläche einige „Exoten“ wie B. Amerikanische Stieleiche befinden, so ändert das ebenfalls nichts an ihrer ökologischen Wertigkeit.
    Da die Waldfläche vollkommen abgeschlossen und von der Dr.-Bast-Str. aus zudem noch durch ein verschließbares Tor gesichert ist, hat sie einen ähnlichen Status, wie ein Naturschutzgebiet – sieht man einmal vom Eintrag von Gartenabfällen durch einige Anwohner ab.


  • Grundsätzlich bleibt hier auch das als ökologisch wertvoll
    anzusehendes Totholz, anders als in einem forstwirtschaftlich
    gepflegten Wald, liegen.
  • Insbesondere der inzwischen kräftige Unterwuchs ist zusätzlich
    zu den gut entwickelten Bäumen als ökologisch wertvoll
    anzusehen, bietet er doch zahlreichen Insekten, Vögeln und Säugetieren Unterschlupf , Lebensraum und Rückzugsbereich.                                             
  • Die Fläche ist trotz ihrer „nur 2.800 m²“ als „Grüne Lunge“

      nicht nur für das unmittelbare Umfeld anzusehen (Staubbindung, Sauerstoffproduktion, CO2
     -Reduzierung etc.)
      Insbesondere, da die „Kempener Lehmplatte“ aufgrund ihrer Bodenwertigkeit und der daraus
       resultierenden „Intensivlandwirtschaft“ so gut wie keine Waldflächen- und Hecken-
      strukturen aufweist.
     Auch im Kempener Stadtgebiet gibt es im Verhältnis zu seiner Größe – einschl. dem hoch
     versiegelten Industriegebiet
- nur wenige, meist kleinflächige klimarelevante Grünflächen,
      sieht man einmal vom Gartengelände am Mühlgauweg, dem Cambridgeshire-Park, „Schütz-
      Büschken“, dem kleinen Wäldchen hinter den Tennisplätzen „Rot-Weiß und dem
       Bürgerwäldchen ab.
      Alles in Allem, wie oben erwähnt, insgesamt rel. kleine Flächen, die jedoch insgesamt sehr
       wichtig und wirksam für das gesamte Stadtgebiet und dessen Klima sind.
      Allerdings mit Einschränkungen:
      * Das Gartengelände Mühlgauweg wird intensiv gärtnerisch genutzt
      * Der Cambridgeshire-Park ist im Verhältnis zum Wäldchen nördl. Dr. Bast-Str. lediglich eine
         Rasenfläche mit einzelnen, verstreut stehenden Bäumen.
     * Das Bürgerwäldchen ist ähnlich strukturiert. Hinzu kommt noch die Hochspannungsleitung,
        die mitten hindurch führt – Elektrostrahlung für die Besucher und Hunde inbegriffen - ..
        Hier wäre eine unterirdische Trassenführung dringend angeraten – aber das ist ein Thema für
        sich .

 

  • In der „Begründung zum Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 139 – nördlich Dr.-Bast-Str. wird unter „VI WESENTLICHE AUSWIRKUNGEN DER PLANUNG.    I. Auswirkungen auf die Umwelt, Seite 9/12 in Absatz 4 ausgeführt, dass
    „ungeachtet des ökolgischen Wertes jeder gebäudenahe
    Baumbestand eine potentielle
    Gefährdung für die umgebende Bebauung darstellt.
    Das ist zwar grundsätzlich richtig.
    Allerdings relativiert sich diese Sichtweise, wenn man
    die besondere, im Verhältnis zur
    vorherrschenden Windrichtung „West – Süd-West“ von der Bebauung abgewandten
    Lage des Wäldchens betrachtet.
    Alle bisherigen Stürme kamen aus diesen Richtungen.
    Das Wäldchen hat bisher alle Stürme so gut wie  unbeschadet überstanden.
    Lediglich ein Ast, der jedoch keinen Schaden anrichtete, brach bei einem Sturm ab.
  • Nachdem seinerzeit der Empfehlung der Forstbehörde nicht gefolgt, die für die Bebauung einen Mindestabstand von 30 m empfahl, so dass die neuen Grundstücke jetzt unmittelbar an den die Waldfläche umgebenden Zaun angrenzen, könnte jetzt durch einen einmaligen starken Rückschnitt – nicht Fällung –  an den im Randbereich stehenden Bäumen für lange Zeit die Verkehrssicherheitspflicht gewährleistet werden.
  • Diese Maßnahme kann dem Grünflächenamt zugemutet werden. Sie würde sich nahtlos in den Baumpflegeplan der Stadt Kempen einfügen. und belastet die städt. Finanzen nur geringfügig.
  • Nach diesem einmaligen, vernünftigen Rückschnitt, bei dem eine Struktur, wie sie auch in
    einem natürlichen Wald üblich ist *), erreicht werden könnte, ließen sich die Pflege- und
    Verkehrssicherungsmaßnahmen auf ein Minimum reduzieren.
    *)  in einem nicht zu breiten  Randbereich Sträucher, die ab- und an „Auf den Stock“gesetzt“ werden könnten. Zur Mitte hin dann die hohen Bäume belassen.Dr. Baststr. 1

Zur Verkehrssicherungspflicht ist zudem noch folgendes anzumerken:
* Die Hauptwindrichtung ist West/Süd-West.
* Alle bisherigen starken Stürme kamen nur aus diesen Richtungen.
* Schäden sind bisher nicht entstanden.
* Sämtliche, unmittelbar an die Waldfläche angrenzenden Gebäude befinden sich am
West- bzw. Südrand.
* Im Osten und Nord-Osten befinden sich nur Gärten.
Ausschließlich diese könnten durch einen evtl. umstürzenden Baum beschädigt werden
Dieser Fall ist jedoch bisher nicht eingetreten. - siehe oben.

Dr. Baststr.2


* Das Argument der Gefährdung im „Sturmfall“ darf
sich nach Ansicht des NABU nur auf die hierdurch
verursachten Beschädigungen von Wohnhäusern
beziehen, nicht jedoch auf die Gärten.      
Denn: wer sich bei Windstärke 8 und mehr in seinem
Garten aufhält, hat sich einen evtl. Schaden selbst zuzuschreiben.
* Außerdem kannten alle seinerzeitigen Bauinteressenten die örtliche Situation.
Das heißt:
Auch jene  Personen, die heute die Vernichtung der Waldfläche fordern bzw. billigend
in Kauf nehmen.
Demgegenüber wollen zahlreiche, nicht nur unmittelbare Anwohner die Waldfläche
erhalten
Abschließend ist dazu noch anzumerken, dass mit dem „Totschlagargument“
Verkehrssicherungspflicht ohne weiteres aufgrund der potentiellen Gefährdung der Bevölkerung fast alle Bäume im Stadtgebiet gefällt werden könnten bzw. sogar
gefällt werden müssten.

 

Dr. Baststrasse 3

  • Aufgrund der Novellierung des Baugesetzbuches im Februar 2007 ist für die Waldfläche kein ökologischer Ausgleich mehr erforderlich.
    Der NABU verurteilt diese Regelung aufs Schärfste, da sie sich wiederum gegen die Natur
    richtet.
  • Sollten alle Einsprüche und Bedenken eine Umwandlung des Waldes in Bauland nicht abwenden können, fordert der NABU die verantwortlichen Entscheidungsträger der Stadt und des Stadtrates auf, entsprechend der hohen ökologischen Wertigkeit der Waldfläche einen Ausgleich auf freiwilliger Basis  zu schaffen, der mindestens dem 2,5 bis 3-fachen der Fläche entspricht

 

Mit freundlichem Gruß

Hans Palm
I.A. des NABU-Vorstandes im NABU-Bezirksverband Krefeld/Kreis Viersen – (1. Vorsitzender Dr. Werner Rocker, Appellweg 6, 47803 Krefeld)

Dr. Bast Str

 

Nach dem Ratsbeschluss zur Vernichtung des 2.800 qm großen Wäldchens nörd. Dr.BastStr. für 2 Luxus-Einfamilienhäuser - Grundstückspreis je ca. 330.000 EURO - veranstalteten Bündnis90/Die Grünen auf dem Buttermarkt in Kempen eine Unterschriftenaktion u.a. zur Informationder Bevölkerung.
B90/Die Grünen hatten als einzige Fraktion gegen den Beschluss gestimmt.

 

Die einzige Möglichkeit, den Ratsbeschluss rückgängig zu machen ist ein Bürgerbegehren mit evtl. nachfolgendem Bürgerentscheid.
Während beim Bürgerbegehren bei einer Einwohnerzahl bis 50.000 nur 7 v.H. der wahlberechtigten Kempener für die Aufhebung stimmen müssen, sind es beim Bürgerentscheid, der auf die evtl. Ablehnung des Bürgerbegehrens durch den Rat folgt, mindestens 20 v.H. der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger.

 

Antwortschreiben: Amt für Stadtplanung und Bauordnung Kempen Seite 1

Antwortschreiben: Amt für Stadtplanung und Bauordnung Kempen Seite 2

Antwortschreiben: Amt für Stadtplanung und Bauordnung Kempen Seite 3

Antwortschreiben: Amt für Stadtplanung und Bauordnung Kempen Seite 4



Größere Kartenansicht "Der Baumbestand vor der Rodung"

 

Bilder nach der Rodung

1 Dr. Baststr

2 Dr. Baststr.

3 Dr. Baststr.

4 Dr. Baststr.

5 Dr. Baststr.

6. Dr. Baststr.

 

 

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